Ja, ich hab’s gleich wieder getan. Ich habe wieder oder weiter gestrickt (natürlich an einem neuen Stück)!
Wer hier mitliest, weiß, dass ich ca. 20 Jahre nicht gestrickt habe (Klick). Mir gefiel nicht nur der Gedanke weiterzustricken, sondern auch aus dieser tollen Wolle von Lang-Yarns ein Tuch um den Hals zu haben. Gottseidank ist der Woll-/Stoffladen hier im Ort; 25 min. zu Fuß, 10 min. mit dem Rad oder 10 min. mit dem Auto… ☺️ Ich fand sofort den richtigen Bobbel in diesen wunderschönen Rottönen.
Aus dem Buch von Ines Kollwitz, aus dem ich bereits den Poncho gestrickt habe, habe ich mich von einem Tuch inspirieren lassen: man fängt mit drei Maschen an und nimmt am Ende jeder Hinreihe eine Masche mit einem Umschlag zu. Der Umschlag wird direkt vor der Randmasche gestrickt, dadurch ergibt sich eine tolle saubere (Loch-) Kante.
Bevor ich anfing, wälzte ich die alten Strickmusterbücher meiner Großmutter um mir was schönes auszusuchen. Ich bin auch fündig geworden, tolle Ajourmuster standen zur Auswahl. Leider ich Probleme mit dem Berechnen der Muster, die sich durch das einseitige Zunehmen ergeben haben. Ich habe die ersten 20 cm mit Sicherheit 15 x wieder aufgeribbelt…
Am Ende habe ich mich dann für die einfachen Lochstreifen entschieden (sozusagen Knit as you Go) und ich muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt! Leider habe ich diesmal mit Nadelstärke 3 gestrickt, dadurch ist das Tuch etwas klein geworden. Andererseits habe ich dann nicht so viel Gedöns um den Hals und kann die Jacke vernünftig zu machen.

Wolle: Puno von Lang Yarns, Farbe 978.0061, 200 gr. ca 800 m Lauflänge. Muster: selbst erdacht. Gestrickt mit Nadelstärke 3. Maße: ca 128 x 96 x 160 cm
Buch und Wolle selbst ausgesucht und bezahlt.
Dir noch einen schönen Sonntag!
Liebe Grüße
Ingrid


Die Basket-Tote von
Ich habe das Hosenbein einer Jeans, fertiges Paspelband, ein blaues Oberhemd mit Ankern des Gatten sowie Reste von Baumwollstoffen verarbeitet. Verstärkt habe ich das erste Mal mit „Soft and Stable“, das fasst sich fast so an wie dünner Schaumstoff, lässt sich einfach verarbeiten und hat einen super Stand. Da ich den im Schnitt vorgesehenen Reißverschluss nicht eingenäht habe, klaffte die Tasche oben sehr weit auf. Für den Verschluss habe von den Manschetten des Hemdes die Stücke mit den Knopflöchern genutzt um die Tasche oben zusammenzufassen. Den goldenen Knopf mit dem Anker habe ich in meinem Fundus gefunden. Er passt durch die goldene Farbe nicht so 100%ig, mir gefällt es trotzdem.
Ich hatte mir meine Altkleiderkiste vorgeholt und einen meiner ehemaligen Lieblingsblazer vorgeholt (leider zu klein). Eine schwarze Jeans hatte ich auch noch… und eine Vorstellung im Kopf, wie das Ganze fertig aussehen sollte. Fehlte nur noch das Futter (hier kam ein Oberhemd meines Vaters zum Einsatz) und die Kordel; die habe ich neu gekauft. Er gefällt mir sehr gut – den kann ich auf keinen Fall weggeben, oder?