Stranddecke aus Jeans

Decke gesamt 2

Da ich im Moment nicht schaffe zu nähen, was ich gern möchte und dieses dann hier vorzustellen, möchte ich zwischendurch gern Dinge zeigen, die ich vor meinem Blogstart letztes Jahr im September bereits genäht habe. Den Anfang möchte ich mit unserer Stranddecke machen.

Im Februar 2017 war ich das erste Mal mit einer sehr netten Gruppe 7 Tage lang zusammen nähen – ein Traum! Ich hatte mein Auto randvoll gepackt (der beste Ehemann schaute völlig verständnislos und dachte wohl erst erst, dass ich nicht mehr wiederkommen würde 😂) und geplant, das ein oder andere Kleidungsstück hinterher zu Hause vorweisen zu können. Da ich wusste, daß eigentlich alle anderen Teilnehmer Patchworker/Quilter waren, habe ich vorsichtshalber eine Kiste mit abgelegten Jeans mitgenommen, denn diese Vorstellung der Jeansdecke schwirrte jir schon etwas länger im Kop herum. (und wieder was gelernt: nicht jede/r, die/der näht, näht auch Kleidung… und hat somit Erfahrung damit und kann ggf. unterstützen).

Decke mit RückseiteWas soll ich sagen, nach zwei Tagen (und einer Jacke), packte ich meine Schnittmuster weg und die Jeans raus! Ich schnitt die Beine ab und Seitennähte auf, legte mein 15 x 15 cm großes Lineal auf und habe unzählige Quadrate mit dem Rollschneider ausgeschnitten. Ich legte die Quadrate aus und war fasziniert, wie unterschiedlich das Ganze wirkt, wenn man mit den Farben (oder in diesem Fall mit den Schattierungen) spielt. Das ist übrigens etwas, was mich beim Patchworken so fasziniert! Da ich unendlich viele Inspirationen mit Farben und unterschiedlichsten Patchwork-Blöcken um mich herum hatte, fand ich es dann sehr langweilig, die Decke nur aus unterschiedlichen Blautönen zu nähen. Ein bisschen Farbe wäre schön; da rot zu Jeans einfach super passt, sollte der größte Farbtupfer auch rot sein!

Außerdem wollte ich die unterschiedlichen Stickstiche meiner Maschine ausprobieren und einsetzen und habe mich kreativ ausgelebt. Das hat einen Riesenspaß gemacht!

Und ich habe gleich auch noch 2 neue Techniken kennengelernt und erfolgreich eingesetzt: Reversible Applique und freihand nähmalen (geht super mit dem Nähfüsschen #9 von Bernina). Eine sehr naive Nähmalerei, aber hey, es war das erste Mal! 🙂

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Der Rand besteht aus den Jeansresten, für die Rückseite habe ich einen im Discounter runtergesetzten, farblich perfekt passenden Bettbezug in Übergröße genutzt, so war an der Stelle kein stückeln nötig. Ein extra Binding habe ich mir damit erspart: der Bettbezug war so groß, dass ich die Rückseite nach oben umgeschlagen habe und eingefasst habe. Ich glaube, das hat einen eigenen Namen, bin mir aber nicht sicher.

blaues Quadrat

 

Gequiltet habe ich, indem ich jeweils die Nahzugaben platt genäht habe; also rechts und links neben den Nähten eine rote Quiltnaht. das hat sich bei meiner heißgeliebten Patchworktasche aus Jeans auch bereits bewährt. Um das Ganze noch besser in Szene zu setzen, habe ich das Ganze vom Rand mit mit rotem engestellten Zickzackstich umnäht. Ich hätte lieber eine rote Paspel eingefügt, hätte dazu aber wieder den Rand abtrennen müssen.

 

Wir mögen die Decke wahnsinnig gern, sie hätte für 2 etwas größer (Maß ist 1,70 x 1,40 m) sein können; vielleicht gibt es ja noch mal eine weitere Decke… Durch den Jeansstoff ist sie natürlich auch schwerer als ein Laken oder Handtuch, das nehmen wir aber gern in Kauf, weil sie so cool aussieht!

Euch noch einen schönen Sonntag und macht es Euch schön!

Liebe Grüße

Name

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Endlich wieder was zum Anziehen!

IMG_4920Ich bin ja nicht die Einzige, die die Schnitte von Pattydoo liebt und sicher auch nicht die Einzige, die fast alle Schnitte zu Hause hat. Sie sind schnell zu nähen, absolut anfängertauglich, egal ob Tasche oder Kleidungsstück, und sehen angezogen gut aus. Ina weiß, was sie da tut und die Preise sind ein Hammer. Inas Videos haben mir beim Wiedereinstieg ins Nähen sehr geholfen. Das Wichtigste für mich: es ist (fast) immer ein schnelles Erfolgserlebnis. Die Einschränkung „fast“ bezieht sich,  zumindest für mich, eher mal auf einen Knoten im Kopf…

IMG_8139Egal! Als ich den Newsletter mit Stella erhielt, habe ich nur die Fotos gesehen und sofort den Schnitt bestellt, ausgedruckt und geklebt. Also so schnell war ich tatsächlich noch nie. Stoff für ein Shirt hatte ich 2 Tage vorher zufällig gefunden; Stella passte zu dem Stoff und zu mir!

IMG_6652Beim Kauf hatte ich ursprünglich den Talvikki-Sweater von Named im Kopf, mir gefällt der Turtleneck-Kragen mit den Abnähern total gut. Bei meinem Stoff hätte ich allerdings die Muster „kaputt genäht“ und das hätte nicht so schön ausgesehen. Da habe ich wenigstens wieder einen Grund in den nächsten Stoffladen zu spazieren und mich mal nach was Geeignetem für den Talvikki umzusehen… 🙂

Alles in allem hätte ich für die Fertigstellung ca. 2 Stunden benötigt, allerdings habe ich einen Film beim Nähen geschaut: Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott; da musste ich doch dann öfter hinsehen und vor allen Dingen hinhören. Ein unglaublich schöner, berührender Film über Trauer, Schuld, Liebe; schön umgesetzt ohne kitschig zu sein.

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Es war so kalt draussen und ich habe mal wieder meinen vor vielen Jahren gestrickten schwarzen Schal, in dem man sich schon schön einmummeln kann, rausgeholt. Lt. Anleitung sollte der nur mit Nadelstärke 2 gestrickt werden, dann hätte es einen ganz feinen Schal ergeben. Mir gefiel diese Ajourmuster so gut und ich wollte so dringend was zum Einkuscheln haben, so habe ich das Ganze damals einfach nur mit dickerer Wolle und, ich glaube mit Stärke 5, gestrickt.

Mach doch auch was!

Liebe Grüße

Ingrid

Verlinkt mit AfterWorkSewing RUMS

Row-by-Row-Quilt Januar

IMG_6427Es ist schon komisch: seit 2013 nähe ich wieder, angefangen mit Taschen und Täschchen und dem Gedanken, keine Klamotten mehr zu nähen, vielleicht mal ein T-Shirt oder so. Allerdings wusste ich irgendwann nicht mehr so richtig, wem ich alles noch ein Tasche  oder Täschchen schenken sollte und natürlich habe ich nur 6 Monate später wieder Klamotten genäht…. Ich habe angefangen Blogs über das Nähen zu lesen und mir gefiel sehr, wie diese Community miteinander umgeht. Im September 2017 habe ich dann selbst mit dem Bloggen angefangen, meinem Blog seinen Namen gegeben.

 

IMG_6426Zu meinem Geburtstag anno 2016 ersetzte ich meine alte Pfaff Tiptronic durch eine Bernina 740. Ich hatte mich eigentlich schon für eine Maschine der 5er Serie entschieden, dann schaute ich mir den großen Durchlass der B740 an (eine sehr tüchtige Verkäuferin wies mich darauf hin; eigentlich mehr auf die Möglichkeit, 9 mm  große Knopflöcher zu nähen) und so ich überzeugte ich den besten Ehemann von allen, daß ich auch irgendwann mal einen Quilt aus meinen Stoffresten machen möchte und dann brauche ich halt viel Platz….

Als Gesine auf ihrem Blog Allie and me, dem ich auch schon etwas länger folge, den neuen Row-by-Row-Quilt-Sew-along für 2018 vorgestellt hat, war ich Feuer und Flamme. Der ersten Sew-along 2017 fand ich schon klasse, habe mich aber nicht wirklich getraut mitzumachen; der Hauptgrund war, dass ich mir unsicher bin, wie ich die Stoffe farblich zusammenstelle. Die 2017er Blöcke gefielen mir sehr gut, ich wollte eigentlich den ein oder anderen mal nachnähen, habe dies dann aber wiederum aus dem ein oder anderen Grund nicht geschafft. Kurz vor Weihnachten habe ich mir dann kurz entschlossen eins der Nähpakete für den Row-by-Row-Quilt der 6Köpfe12Blöcke bei Verena von Einfach bunt bestellt. Mir gefallen die fröhlichen frischen Farben und ich habe mir vorgenommen, einen kunterbunten Quilt zu nähen!

Und hier bin ich nun mittendrin! 🙂

Bei einem Row by Row werden mehrere gleiche Blöcke zu einer Reihe aneinander genäht. Der Januar-Block ist, wie man unschwer erkennen kann, dieses tolle Herz. 7 Stück habe ich bereits geschafft. Sie sind nicht perfekt geworden, aber ich bin schon mächtig stolz! 🙂

5 Kombinationsmöglichkeiten habe ich noch

 

Mal schauen, welche Herzen ich daraus noch „baue“… ich werde Euch auf alle Fälle auf dem Laufenden halten! 🙂

Ich habe mich jetzt entschieden und auch gleich fertig gestellt:

So sehen dann alle zusammen aus:

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Da ich nicht weiß, was jetzt so als nächstes kommt, lege ich die Herzen in die RowbyRow-Kiste (ohne sie zusammenzunähen) und warte ungeduldig auf den 1. Februar! 😉

Mach doch auch was!

Liebe Grüße,

Ingrid

Verlinkt mit  Creadienstag Rums, Afterworksewing, 

Heldin…

*Werbung*
IMG_5801Also ganz ehrlich? Ich war sehr gespannt, als Crafteln ein neues Schnittmuster vor Weihnachten ankündigte und das dies ein „Ding“ sei. Irgendwie dachte ich sofort an eine Tasche… Aber als ich dann die erste Heldinnen-Tasche sah, war ich … enttäuscht. Ja, enttäuscht. Was ist jetzt an dieser Tasche besonders? Dann kam die zweite, die dritte, die vierte Tasche – und irgendwann, irgendwie fing sie an, mir zu gefallen. Außerdem hatte ich Weihnachtseinkäufe zu erledigen und mich nervte die ganze Zeit meine mir von der Schulter rutschende Tasche…
Was soll ich sagen? Da ich ja bereits einen Stokx-Schnitt selbst genäht habe (klick, klick), war ich neugierig, wo denn jetzt die Besonderheit liegt. Ich habe den Schnitt bestellt und ging mein Stofflager durch, aber so wirklich war nicht etwas dabei. In meinem Kopf hatte ich bereits eine Vorstellung, es sollte auf alle Fälle Jeans mit dabei sein und da hatte ich eine ganz bestimmte (gebrauchte) Hose im Kopf…
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Und dann war plötzlich alles ganz einfach: ich hatte einen wunderschönen Gobelin, aus dem ich mir eigentlich einen Reisetasche/Weekender nähen wollte. Ich hatte bereits zugeschnitten und auch schon angefangen zu nähen, aber mir gefiel das ganze nicht mehr so richtig. Mit schwarzem Kunstleder war mir das ganze zu trist, viel zu groß und vor allen Dingen zu schwer. Dadurch lag das ganze bereits sei Oktober in einer Ecke….
Die drei (bei mir) bunten Teile der Heldin, wie sie mittlerweile von vielen genannt wird, passten genau auf die bereits zugeschnittenen Teile und das große Teil des Vorderteils quer auf beide Hosenbeine.

Die bewegliche/schwenkbare Steck- und Leiterschnalle, den zwei-Wege-Reißverschluss  und einen nicht vorgesehenen Magnetverschluss hatte ich gemeinsam mit dem Schnitt bei Crafteln bestellt;  das einzige, was mir noch fehlte, war das Gurtband.

Die große Aussentasche habe ich mit einem hellen, kariertem Hemdenstoff gefüttert; ist lt Schnitt auch nicht vorgesehen, mir gefällt es ohne nicht so gut, da man in die Jeans-Aussentasche reinschauen kann.

Was ist nun das Besondere an der Tasche? Mir gefällt die Form mittlerweile wahnsinnig gut, sowas sieht man sehr selten (hey, vielleicht sollte man mal einen Heldinnen-Trefftag ins Leben rufen? 🙂  ) Ich habe die Hände frei, zum Stöbern, anfassen, Händchen halten. Der Reißverschluss lässt sich mit einem Griff öffnen. Die Tasche passt sich gut an.

Das einzige, bei dem ich wirklich einen Knoten im Kopf habe, ist die Handytasche… Tatsächlich! Vielleicht gibt es ja mal ein Foto der Tasche…. 😉

Trotzdem bin ich, mal wieder, begeistert!

Mach doch auch was!

Bis bald und liebe Grüße

Ingrid

Verlinkt mit tt-Taschen und Täschchen

Tischsets für den Garten

Hahaha, ich sehe förmlich einige meiner Nähfreundinnen ungläubig oder gar fassungslos mit den Augen rollen… Ja ich gebe es zu, ich nähe nicht unbedingt immer den Jahreszeiten gemäß. Kennst du das: du siehst etwas und das geht dir nicht mehr aus dem Kopf und plötzlich überkommt dich die Lust, das Ganze auch haben und am besten noch selbermachen zu wollen!

Mir ergeht das öfter so, ungeachtet der Tatsache, dass noch gefühlt 773.959 andere Sachen fertig gestellt werden müssen (ähm, in echt sind es aber nur 7!). An irgendeiner Stelle hakt es vielleicht gerade, es läuft nicht so, wie ich mir das vorstelle oder es sieht nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt habe, oder, oder, oder! Dann lege ich das erstmal mehr oder weniger ordentlich zur Seite und schneide was Neues an und zu.

Lange Rede, kurzer Sinn: Auf dem Rückweg von unserem letzten Sommerurlaub, den wir in Zell am See/Österreich verbracht haben, wollte ich dringend über den Bodensee zurück fahren; Konstanz, Freiburg, die Städtchen kannten wir noch nicht, eigentlich auch Steckborn/Schweiz wegen Bernina. Bernina hatte leider geschlossen

IMG_1322In Konstanz fand ich diesen tollen hellen gemusterten Stoff, der perfekt für draussen geeignet ist, da er nicht ausbleicht und sich aber trotz Polyester toll anfühlt. Ich habe 16 Kissenbezüge genäht, für die Bank und unsere Korbstühle. Da ich nicht so gern Tischdecken mag, aber immer gern etwas auf dem Tisch liegen habe, einen Läufer oder zum Essen halt Tischsets, habe ich wieder mal Jeanshosen geupcyclet. Schon immer witzig, wenn ich darüber nachdenke: da liegt dann von fast jedem Teil der Familie etwas auf dem Tisch…. 🙂

Es sind allerdings nur 4 Stück geworden, meine Hosenvorräte waren aufgebraucht. Macht aber nichts, Nachschub liegt schon wieder bereit…

Da sie hautpsächlich für den Gartentisch gedacht sind, der ziemlich breit ist und ich mich oft ärgere, dass auf den „normalen“ Sets Essteller, Besteck, Wasser- und Weinglas so gedrängt stehen,  habe ich die Sets  größer gemacht (ca. 47 x 36 cm).

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So gefällt mir das! 🙂

Mach doch auch was!

Liebe Grüße

Ingrid

A-Linien-Kleid

Ich liebe A-Linien-Kleider!

Zwei dieser Art hatte ich bis vor 2 Wochen in meinem Kleiderschrank; ich habe sie die vergangenen beiden Herbst und Winter fast durchgehend getragen. Nun passten sie mir leider nicht mehr und ich brauchte dringend Nachschub.

Einen schönen weichen grau-schwarzen Jacquard habe ich in Hamburg gefunden, er ist nicht so fest gewebt bzw. gestrickt, dadurch auch relativ dünn und ich hatte erst Bedenken, ob er nicht ein wenig zu weich ist, aber ich finde, er passt wunderbar.

Der Schnitt ist aus der Burda style 12/2015 und ist ein Plussize Schnitt. Ich habe auf den Reißverschluss sowie das Futter verzichtet. Das Kleid ist ohne weiteres über den Kopf zu ziehen, den Reißer habe ich mir damit gespart. Da ich lieber Unterkleider und -Röcke trage, erspare ich mir Zeit und Geld und habe auch auf das Futter verzichtet. Bei diesem Kleid ist es ohne weiteres möglich.

Mit den silbernen Ketten, schwarzer Strumphose und Pumps zusammen ergibt das Ganze ein bürotaugliches Outfit; ich variiere das Kleid gern mit farbigen Strumpfhosen und flachen Stiefeletten in der Freizeit – heute ist daraus ein gemischtes Outfit für den Sonntag geworden. 🙂

So, das bisschen Sonne ist wieder weg, es wird wieder grau am Himmel, da werde ich mich nun wieder an die Nähmaschine setzen und versuchen, meine Todo-Liste abzuarbeiten.

Euch allen da draussen einen fantastischen Sonntag, bis bald!

Mach doch auch was!

Liebe Grüße,

Ingrid

PS: Ich wollte noch die technische Zeichnung einfügen. Das schönste an diesem Kleid sind die Abnäher, die von unten nach oben zur Brust führen. Diese Abnäher hatte ich bei de ersten Kleidern auch; leider finde ich die Schnittnummer nicht mehr, war ein Burda-Download und ging nur bis Größe 44. Dadurch sitzt es bei mir super.

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Verlinkt mit MMM und  After Work Sewing

… und dann kam Ellen! :-)

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Schräge Evi’s

Glücklicherweise haben wir ja dieses Jahr einmalig einen Feiertag am 31.10., den Reformationstag, geschenkt bekommen. Endlich wieder ein megalanges Wochenende; perfekt zum Nähen geeignet.

Meine Freundin Ellen hat sich also auf den langen Weg nach Hamburg gemacht, damit wir ein gemeinsames Nähwochenende miteinander verbringen können.

Wir haben die Tage runtergezählt (der beste Ehemann von allen hat sich kurzentschlossen nach Berlin verkrümelt und kulturell weitergebildet), und dann stand sie auf dem Hauptbahnhof mit ihren beiden zenterschweren Koffern; zentnerschwer? Ja, logisch, Stoffe, Zubehör, Nähmaschine, ein Flasche Champagner (frisch aus Frankreich importiert, so lecker!), Gastgeschenke 😉 (so schöne Dinge…) und noch ein wenig Unterwäsche zum Wechseln ;-); ist doch klar, dass die Koffer dann zentnerschwer sind, oder?

Ist es nicht schön, wenn man eine Gleichgesinnte zu seinen Lieben zählen kann??

Ellen näht zu Hause eher Patchwork, Taschen, Quilts usw. nicht so viel Kleidung. Sie wollte dieses Wochenende Kleider nähen; ich weiß gar nicht, ob ich sie mit dem Klamottennähvirus infiziert habe?

Ich hatte mir vorgenommen, meine ungenitterte Knitterbluse II fertigstellen, habe ich ja auch geschafft… 🙂 Und ich wollte mir einen Weekender, eine Reistetasche für einen Wochenendausflug nähen. Ich hatte mich sofort in die Tasche aus in der Handmade Kultur 03/2015 verguckt, diesen Frühling fand ich auch endlich den geeigneten Stoff dafür. Angefangen habe ich, allerdings bin ich noch nicht fertig geworden.

Aber Ellen hatte auch ihren eigenen Schnitt für die Schräge Evi mit dabei und so habe ich mir endlich diese tolle Tasche nähen können! Ich mag sie am liebsten in der Größe von ca.  22 cm x 25 cm. Sie hat einen Reißer quer über das obere Teil und ist damit weit zu öffnen. Für ein Nähwochenende supergut geeignet, um die Schneiderscheren, Rollschneider, Garnrollen und was man alles so an unvermiedlichen Kleinkram braucht, zu verstauen.

Ausserdem habe ich es endlich geschafft, mir auch ein „Filigree“ Doppelreißverschluss-Täschchen von Sew Sweetness zu nähen. Diese Tasche ist mir öfter im www ins Auge gefallen und es gibt sie in vielen unterschiedlichen Designs; toll zum patchworken.

Alles in allem war es ein höchst produktives und superschönes Wochenende und ich freue mich schon auf das Nächste! Bis bald meine Liebe!

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Mach doch auch was!

Liebe Grüße Ingrid

Verlinkt mit Afterwork Sewing und tt Taschen und Täschchen

Ungeknitterte Knitterbluse II

Also diese Knitterbluse II ist eigentlich meine erste Knitterbluse. Ich wollte den Schnitt mit Jersey ausprobieren und habe diesen wunderbaren türkisfarbenen Modal zugeschnitten. Dieses Stück Stoff (es waren ca. 1,50 m) war ein Geschenk in der Goodie-Bag von Craftelns Schnittmusterkioskgeburtstag

Ich setzte mich also an meine Nähmaschine, machte die Anleitung auf meinem PC auf  und stutzte: als allererstes sollten die Brustabnäher in den Vorderteilen genäht werden. Nur hatte ich die nicht, ich hatte stattdessen das hintere untere Rückenteil für das KnitterKLEID zugeschnitten und hatte es nicht gemerkt! Es war anscheinend nicht mein Nähtag oder es war zu früh. Jedenfalls ärgerte ich mich maßlos und legte (nein, stimmt nicht: ich pfefferte die Teile in eine Ecke!). Gottseidank habe ich sie nicht gleich entsorgt…. Daraufhin schnitt ich dann ja diese Knitterbluse zu und nähte sie.

Dieser Fehler ließ mir aber die ganze Zeit keine Ruhe. Ich holte die Teile wieder aus der Ecke und stellte fest, dass ich die fehlenden Vorderteile ohne weiteres aus dem hinteren Rückenteil ausschneiden konnte. Durch die Verwendung des Modals habe ich nicht im schrägen Fadenlauf zugeschnitten und somit funktionierte das.

Allerdings fehlte mir die benötigte Menge an Stoff für den Kragen… Grrrr……! Und den wollte ich dringend haben! Bei der Verwendung von Jersey gefällt mir das bei diesem Schnitt besser. Ich habe die restlichen Stoffstücke gestückelt aneinandergesetzt und nicht mehr auf irgendeinen Fadenlauf geachtet (bei dem großen unruhigen Muster kein Problem). Allerdings wurde das Kragenstück auch nur halb so breit.

Ich finde, dass es dem Aussehen dieser Bluse (oder Blusenshirt?) überhaupt nicht schadet und bin einfach nur wieder begeistert von dem Schnitt! Knitterbluse III ist schon geplant; die werde ich dann zum ersten Mal aus Webware nähen.

Eigentlich passt das Ganze so gar nicht richtig zu der Jahreszeit, andererseits kann frau über Shirts, Blusen und auch Blusenshirts immer ganz wunderbar wärmende Jacken tragen – und dann heitert diese Farbe auf alle Fälle das triste Novemberwetter auf!

 

Mach doch auch was!

Viele Grüße

Ingrid

 

Verlinkt mit MMM

 

 

Li-La-Leseknochen

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Es gibt zwei Leseknochen in unserem Haus, einer gehört dem Ehemann und einer mir. – Und ich kann mir nicht mehr vorstellen, ohne ihn in meinem Bett zu lesen. Wenn man erstmal einen Knochen hat, will man nicht mehr ohne ihn sein….

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich meinen allerersten Leseknochen genäht habe. Die habe ich auch alle verschenkt. Hauptsächlich natürlich an Freunde und Bekannte, die gern lesen (allein der Name ist ja schon passend). Zwei Freundinnen schwärmten mir dermassen von ihren Leseknochen, die sie von mir geschenkt bekommen haben, vor, dass ich mir endlich auch einen gegönnt habe…

Alle Knochen habe ich nach einem kostenlosen Schnitt von Stoffe.de erstellt und mit Watte aus den Kissen vom Möbel-Schweden gestopft.

Dieser hier mit den Autos ist wieder ein Geburtstagsgeschenk für einen Freund, von dem ich weiß, dass er ganz traurig ist, weil seine Frau und sein Sohn bereits einen Knochen haben… Ich freue mich schon auf sein Gesicht morgen Abend! 🙂

 

Mach doch auch was!

 

Liebe Grüße

Ingrid

Ungeknitterte Knitterbluse

Ich habe endlich meine erste Knitterbluse und somit für mich das zweite Designermodell aus dem Hause Stokx genäht. Das erste war das Ninjakleid, was für mich das bequemste Kleidungsstück schlechthin ist. Das Knitterkleid durfte ich bereits zur Probe anziehen auf der Geburtstagsfeier von Craftelns Schnittmusterkiosk. Der Schnitt gefiel mit sehr gut, nur das Geknitterte ist nicht so wirklich mein Ding.

Aber es gab ja mehrere ungeknitterte Knitterkleider zu bewundern und ausserdem auch die ein oder andere ungeknitterte Knitterbluse. Die von Maria-Barbara gab dann den Auschlag. Ich konnte meinen Stoffvorrat abbauen und einen ganz dünnen Baumwoll-Jersey mit einem kleinen Retromuster verwenden. Empfohlen wird eine dünne Webware, die im schrägen Fadenlauf zugeschnitten wird. Da ich Jersey genutzt habe, konnte ich das Ganze im Fadenlauf und eine Nummer kleiner zuschneiden als angegeben.

Die Ärmel habe ich auf 3/4-Länge gekürzt und ca. um 6 cm verschmälert. Ausserdem habe ich den Saum nicht umgeschlagen sondern das erste Mal die Rollsaum-Funktion meiner Overlock benutzt. Und das Ergebnis, finde ich, kann sich sehen lassen. Den Kragen habe ich komplett von innen mit der Hand angenäht (das wäre nicht nötig gewesen, da ich aber so einen netten Film nebenbei laufen hatte, war das eine schöne Möglichkeit, das Ende in Ruhe zu schauen… 😉 ).

Alles in allem bin ich total begeistert von dem Fall des Kragens und dem Schößchen hinten, ach und überhaupt! Und auch diesen Schnitt nähe ich gern wieder!

Mach doch auch was.

Liebe Grüße

Ingrid

 

Verlinkt mit MMM, After Work Sewing