Heimatlust

IMG_4587Keine Sorge, es gibt keine alten Geschichten, schnulzige Liebeserklärungen oder schwache Frauen, deren höchstes Glück es ist, einen Mann zu heiraten… (obwohl es manchmal auch was hat, solche Schnulzen, zu gucken..😉; am besten gefällt mir daran sowieso die Mode, sind ja auch die 50er!)

IMG_9738Nein, ich habe wieder gestrickt und zwar das Dreieckstuch Heimatlust aus einem Buch von Veronika Hug. Nach meinen Erfahrungen mit den Bobbels von Lang Yarns in dieser wunderbaren Mischung aus extrafeiner Merinowolle, Baby Alpaka und Seide, konnte ich bei diesen tollen Grüntönen nicht widerstehen!

IMG_8291Wer hier mitliest weiß, dass dies bereits mein dritter Bobbel ist (Klick und Klick) es ist einfach eine Super Qualität, die sich toll trägt, warm und angenehm auf der Haut ist. Sie lässt sich super verstricken. Die Art und Weise, wie das Dreieck entsteht, gefällt mir: Du fängst mit drei Maschen an, nimmst in jeder 2. Reihe eine Masche zu und wenn der Bobbel zu Ende ist, ist das Tuch fertig.

IMG_0440Empfohlen wird für die Wolle Nadelstärke 2,5 bis 3, gestrickt habe ich mit 4. Ich hatte gehofft, dass das Tuch etwas größer wird, als mein Rotes, aber das ist leider nicht der Fall.

04116b68-61f5-4567-a44c-f95dd70c59ba.jpgWolle: Lang Yarns Puno, Farbe 978.0097, Lauflänge 800 m bei 200g, Vorlage: Buch Neue Strickideen von Veronika Hug.

Buch und Wolle selbst ausgesucht und bezahlt.

So, jetzt aber noch schnell zum MMM (leider habe ich übersehen, ein Foto an der Frau zu machen, daher erscheint mein dort Beitrag nicht).

Einen schönen Abend

Liebe Grüße

Ingrid

 

und auch verlinkt bei Sewlala und bei Nähfrosch

Gestricktes Lochstreifen-Tuch

DSC04093Ja, ich hab’s gleich wieder getan. Ich habe wieder oder weiter gestrickt (natürlich an einem neuen Stück)!

Wer hier mitliest, weiß, dass ich ca. 20 Jahre nicht gestrickt habe (Klick). Mir gefiel nicht nur der Gedanke weiterzustricken, sondern auch aus dieser tollen Wolle von Lang-Yarns ein Tuch um den Hals zu haben. Gottseidank ist der Woll-/Stoffladen hier im Ort; 25 min. zu Fuß, 10 min. mit dem Rad oder 10 min. mit dem Auto… ☺️ Ich fand sofort den richtigen Bobbel in diesen wunderschönen Rottönen.

DSC04094Aus dem Buch von Ines Kollwitz, aus dem ich bereits den Poncho gestrickt habe, habe ich mich von einem Tuch inspirieren lassen: man fängt mit drei Maschen an und nimmt am Ende jeder Hinreihe eine Masche mit einem Umschlag zu. Der Umschlag wird direkt vor der Randmasche gestrickt, dadurch ergibt sich eine tolle saubere (Loch-) Kante.

dsc04099.jpgBevor ich anfing, wälzte ich die alten Strickmusterbücher meiner Großmutter um mir was schönes auszusuchen. Ich bin auch fündig geworden, tolle Ajourmuster standen zur Auswahl. Leider ich Probleme mit dem Berechnen der Muster, die sich durch das einseitige Zunehmen ergeben haben. Ich habe die ersten 20 cm mit Sicherheit 15 x wieder aufgeribbelt…

DSC04096.JPGAm Ende habe ich mich dann für die einfachen Lochstreifen entschieden (sozusagen Knit as you Go) und ich muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt! Leider habe ich diesmal mit Nadelstärke 3 gestrickt, dadurch ist das Tuch etwas klein geworden. Andererseits habe ich dann nicht so viel Gedöns um den Hals und kann die Jacke vernünftig zu machen.

DSC04097.JPGDSC04104.JPGWolle: Puno von Lang Yarns, Farbe 978.0061, 200 gr. ca 800 m Lauflänge. Muster: selbst erdacht. Gestrickt mit Nadelstärke 3. Maße: ca 128 x 96 x 160 cm

Buch und Wolle selbst ausgesucht und bezahlt.

Dir noch einen schönen Sonntag!

Liebe Grüße

Ingrid

Stricken …

*enthält Werbung wegen Verlinkung

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Die Zeit rennt… das ist bekanntlich nichts Neues, das geht wohl jedem so. Ich habe gerade mit Schrecken festgestellt, dass seit meinem letzten Eintrag schon wieder 5 Wochen vergangen sind. Aber ich habe Gründe, ehrlich: wir hatten unseren Sommerurlaub in den September gelegt, nach dem Urlaub der normale Wahnsinn bei der Arbeit, aufarbeiten und so; dann Geschäftsreise nach Marokko, Marakesch! Danach oder eigentlich schon währenddessen die Ernüchterung: Magen/Darm… Mehr sage ich nicht dazu. Nachdem ich wieder zu Hause war und ich meinte das so einigermaßen überwunden zu haben, bekam ich so einen fiesen Infekt, der mich nochmal lahm legte. Ich kuriere ihn immernoch aus. Liegt es eigentlich am Alter oder eher an Viren, Bakterien und was da sonst noch so alles kreucht und fleucht, die einfach immer widerstandsfähiger werden, dass die Genesung so lange dauert?

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Aber genug gejammert, was ich eigentlich sagen wollte ist, dass ich mindestens 20 Jahre nicht gestrickt habe. Ich wollte es auch gar nicht wieder anfangen… Ok, ich lasse mich mal nicht weiter darüber aus. ;-).

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Ich folge ja so einigen Bloggerinnen auf Instagram und da gibt es viele, die nicht nur nähen, sondern auch stricken. ArianeB. aus Lübeck postete also ein Foto von ihrer Mutter, die einen Strickponcho fertig gestellt hatte. Ich habe das Bild gesehen und dachte, dass ich mir den auch stricken müsste.

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In einem unserer beiden Handarbeitsläden im Ort fand ich sofort die richtige Wolle: ein Verlaufsgarn, ein Bobbel mit 800 m Lauflänge. Etwas mehr als ich lt. Anleitung, aus dem übrigens sehr schönen Buch „Stricklieblinge“ von Ines Kollwitz, benötigt hätte. Ein Gemisch aus extrafeinem Merino, Baby Alpaka und Seide. Zu Anfang hatte ich noch einen Knoten im Kopf und dachte, ich müsste je ein Vorder- und ein Rückenteil stricken und machte mir noch Gedanken darüber, welchen Farbton ich am Gesicht haben wollte, den Hellen oder den Dunklen. Gottseidank habe ich dann eine kurze Mail an Ines geschrieben, die mir auch prompt antwortete und meinen Knoten entwirrt hatte. Es wird tatsächlich nur ein Teil gestrickt und an einer Stelle für die Schulter zusammen genäht oder gehäkelt.

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Was soll ich sagen, ich finde ihn total schön und angenehm zu tragen. Über einer weißen Bluse ist er auch gleich wieder bürotauglich und somit super für mich.

An dieser Stelle möchte ich Dir noch etwas zeigen. Natürlich hat es immer einen Grund, warum man etwas kann oder macht. Ich komme aus einer Familie, deren Frauen sehr viel gehandarbeitet haben, stricken, sticken, häkeln gehörte tagtäglich mit dazu. Letztens habe ich erst erfahren, dass mein Großvater väterlichseits (ich habe ihn nicht kennengelernt, er starb kurz nach dem Krieg) Herrenschneider war und ein eigenes Geschäft hatte!

In meiner Erinnerung kenne ich meine Großmutter nur mit mit Strickzeug und sie hatte auch immer selbst gestrickte Sachen an: Jacken, Pullis, Strümpfe, auch mal Kleider. Sehr viel früher wurde dies sicher aus der Not heraus gemacht; meine Oma hat aber zumindest zu meiner Kinder- und Jugendzeit immer aus Spaß und Freude gestrickt. Das Stricken habe ich von meiner Mutter gelernt und wir haben früher oft abends zusammen gesessen und gehandarbeitet.

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Meine Mutter ist vor knapp drei Jahren verstorben, beim Aufräumen ihres Kleiderschrankes habe ich noch sehr viele gestrickte und gehäkelte Sachen gefunden, teilweise aus den 70ern. Ich konnte sie nicht so einfach entsorgen, da sie diese auch über viele Jahrzehnte aufgehoben hat (und das musst ja auch einen Grund gehabt haben) und habe sie erst einmal mit nach Hause genommen. Unter anderem dieses gestrickte Tuch. Ist das nicht toll? Es muss mindestens 30 Jahre alt sein, ich glaube, meine Oma hat es für sie gestrickt.

So, jetzt muss ich wieder an meine Nadel (ja, ich habe schon wieder was angestrickt…:-) oder doch lieber ein neues Nähprojekt …. ? seufz, mal sehen! 🙂

(Aktualisierung 25.11.2018: Wolle von Lang Yarns „Puno“, 200 gr ca. 800 m Lauflänge, gestrickt mit Nadelstärke 4. Buch „Stricklieblinge von Ines Kollwitz. Alles selbst ausgesucht und bezahlt)

Liebe Grüße

Ingrid

verlinkt mit auf den Nadeln

Stricklust