Kleid Melfi – Made in Weinheim

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Ich habe noch gar nicht von meiner Nähwoche bei meiner lieben Ellen in Weinheim erzählt. Das ist schon wieder 4 Wochen her! Hey, die Zeit rennt wie verrückt. Von Dienstag bis Sonntag abend war ich also in Weinheim, nahe dem wunderschönen Heidelberg. Ellen hatte ich gesagt, dass ich nur Patchwork in der Woche nähen möchte, da ich neben dem Row-by-Row-Quilt noch einen anderen Quilt anfangen wollte. Als ich mein Auto packte, habe ich auch das ein oder andere Schnittmuster und vorsichtshalber ein paar Stoffe aus meinem Vorrat mitgenommen; nur zur Sicherheit,  falls ich keine Lust auf Quilts habe…

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Vorausschauend hatte ich auch den Papierschnitt des Kleides Melfi von Schnittquelle am Sonntag bestellt und gefragt, ob frau den nicht ausnahmsweise direkt nach Weinheim schicken könne, dann könnte ich das Kleid dort gleich nähen. Das hat auch super geklappt. Als ich Dienstag Abend bei Ellen ankam, lag der Schnitt schon bei Ellen im Briefkasten! Toll! (Liebes Schnittquellen-Team, vielen Dank dafür!! 🙂 ) Mit diesem A-Linien-Kleid habe ich schon lange geliebäugelt und hatte auch den passenden Stoff in meinem  Schrank: viele digitale Rosen auf sehr angenehmen Viskose-Jersey von Millieblu’s (siehste, bester Ehemann von allen, ich baue auch meinen Vorrat ab!)

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Und mal ehrlich: Ist das nicht toll geworden? Ich freue mich total über das Ergebnis! Ich hatte ja bereits das Kleid Alex (in Größe 46) genäht und bin sehr glücklich damit. Melfi hätte ich ruhig eine Nummer kleiner wählen können. Es ist sehr weit geschnitten. Die Ärmel hab ich auch verkürzt, so dass der Ärmelvolant über dem Ellenbogens ansetzt, fertig ist es dann quasi einen 3/4-Ärmel. Die Anleitung der Schnittquelle -Schnitte sind immer sehr sparsam, das Kleid ist aber relativ einfach zu nähen und es gibt für einige Schnitte auch separat auf dem Blog nochmal Ergänzungs-Anleitungen.

Und weil ich die Volantärmel von diesem Kleid so mag, habe ich diese gleich an die 2. Tunika Katha von Schnittchen Pattern gebastelt. Diesmal habe ich eine Viskose genommen, die ich auch in Weinheim gekauft habe. Der Stoff ist einfach für die Volants prädestiniert! 🙂

Patchwork habe ich tatsächlich gar nicht gemacht… Das ist aber auch gar nicht schlimm, denn Ellen ist wahnsinnig kreativ und hat immer etwas, was man mal so zwischendurch nähen kann. So wie diese wunderschönen Schmetterlinge. Mitterweile lebt schon ein ganzer Schwarm in allen möglichen Farben im Haus (übrigens eine tolles Resteverwertungs-Projekt und nettes Mitbringsel!).

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Ellen näht bereits seit vielen Jahren, gibt Nähkurse in Weinheim und war auf vielen Messen unterwegs. Ihre „Bestseller“ hat sie in einem eigenen Heft „Creativity is loading“ zusammen gefasst.

IMG_9668Die „Schräge Evi“ (siehe auch hier) heißt zwar „Nubia, die schräge Tasche“, hat aber dadurch nichts von ihrem besonderen Aussehen verloren. Ich mag auch unheimlich gern das Lippenstift-Täschchen; mit einem kleinen Spiegel darin unentbehrlich …

Du kannst dieses Heft direkt bei Ellen für € 22,00 kaufen, schreib einfach eine Mail an ellen.rauch@t-online.de. Die Anleitungen sind sehr verständlich geschrieben und bebildert. Ich habe das Heft von Ellen zum Abschied geschenkt bekommen, mache aber sehr gern Werbung dafür, weil es einfach schöne Dinge zum Nachmachen sind. Und wenn Du einen Nähkurs machen möchtest und in der Nähe von Weinheim wohnst, ist das auch die richtige Adresse für Dich.

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Einen schönen Sonntag, liebe Grüße

Ingrid

*Dieser Beitrag entält Werbung für das Anleitungsheft von Ellen Rauch (ich bekomme dafür kein Geld). Das Schnittmuster Melfi und den entsprechenden Stoff dafür habe ich selbst gekauft.

Verlinkt mitDu für Dich am Donnerstag ,

Sewlala, wof-Woman on Fire

Stranddecke aus Jeans

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Da ich im Moment nicht schaffe zu nähen, was ich gern möchte und dieses dann hier vorzustellen, möchte ich zwischendurch gern Dinge zeigen, die ich vor meinem Blogstart letztes Jahr im September bereits genäht habe. Den Anfang möchte ich mit unserer Stranddecke machen.

Im Februar 2017 war ich das erste Mal mit einer sehr netten Gruppe 7 Tage lang zusammen nähen – ein Traum! Ich hatte mein Auto randvoll gepackt (der beste Ehemann schaute völlig verständnislos und dachte wohl erst erst, dass ich nicht mehr wiederkommen würde 😂) und geplant, das ein oder andere Kleidungsstück hinterher zu Hause vorweisen zu können. Da ich wusste, daß eigentlich alle anderen Teilnehmer Patchworker/Quilter waren, habe ich vorsichtshalber eine Kiste mit abgelegten Jeans mitgenommen, denn diese Vorstellung der Jeansdecke schwirrte jir schon etwas länger im Kop herum. (und wieder was gelernt: nicht jede/r, die/der näht, näht auch Kleidung… und hat somit Erfahrung damit und kann ggf. unterstützen).

Decke mit RückseiteWas soll ich sagen, nach zwei Tagen (und einer Jacke), packte ich meine Schnittmuster weg und die Jeans raus! Ich schnitt die Beine ab und Seitennähte auf, legte mein 15 x 15 cm großes Lineal auf und habe unzählige Quadrate mit dem Rollschneider ausgeschnitten. Ich legte die Quadrate aus und war fasziniert, wie unterschiedlich das Ganze wirkt, wenn man mit den Farben (oder in diesem Fall mit den Schattierungen) spielt. Das ist übrigens etwas, was mich beim Patchworken so fasziniert! Da ich unendlich viele Inspirationen mit Farben und unterschiedlichsten Patchwork-Blöcken um mich herum hatte, fand ich es dann sehr langweilig, die Decke nur aus unterschiedlichen Blautönen zu nähen. Ein bisschen Farbe wäre schön; da rot zu Jeans einfach super passt, sollte der größte Farbtupfer auch rot sein!

Außerdem wollte ich die unterschiedlichen Stickstiche meiner Maschine ausprobieren und einsetzen und habe mich kreativ ausgelebt. Das hat einen Riesenspaß gemacht!

Und ich habe gleich auch noch 2 neue Techniken kennengelernt und erfolgreich eingesetzt: Reversible Applique und freihand nähmalen (geht super mit dem Nähfüsschen #9 von Bernina). Eine sehr naive Nähmalerei, aber hey, es war das erste Mal! 🙂

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Der Rand besteht aus den Jeansresten, für die Rückseite habe ich einen im Discounter runtergesetzten, farblich perfekt passenden Bettbezug in Übergröße genutzt, so war an der Stelle kein stückeln nötig. Ein extra Binding habe ich mir damit erspart: der Bettbezug war so groß, dass ich die Rückseite nach oben umgeschlagen habe und eingefasst habe. Ich glaube, das hat einen eigenen Namen, bin mir aber nicht sicher.

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Gequiltet habe ich, indem ich jeweils die Nahzugaben platt genäht habe; also rechts und links neben den Nähten eine rote Quiltnaht. das hat sich bei meiner heißgeliebten Patchworktasche aus Jeans auch bereits bewährt. Um das Ganze noch besser in Szene zu setzen, habe ich das Ganze vom Rand mit mit rotem engestellten Zickzackstich umnäht. Ich hätte lieber eine rote Paspel eingefügt, hätte dazu aber wieder den Rand abtrennen müssen.

 

Wir mögen die Decke wahnsinnig gern, sie hätte für 2 etwas größer (Maß ist 1,70 x 1,40 m) sein können; vielleicht gibt es ja noch mal eine weitere Decke… Durch den Jeansstoff ist sie natürlich auch schwerer als ein Laken oder Handtuch, das nehmen wir aber gern in Kauf, weil sie so cool aussieht!

Euch noch einen schönen Sonntag und macht es Euch schön!

Liebe Grüße

Name

Verlinkt mit RUMS

 

Tischsets für den Garten

Hahaha, ich sehe förmlich einige meiner Nähfreundinnen ungläubig oder gar fassungslos mit den Augen rollen… Ja ich gebe es zu, ich nähe nicht unbedingt immer den Jahreszeiten gemäß. Kennst du das: du siehst etwas und das geht dir nicht mehr aus dem Kopf und plötzlich überkommt dich die Lust, das Ganze auch haben und am besten noch selbermachen zu wollen!

Mir ergeht das öfter so, ungeachtet der Tatsache, dass noch gefühlt 773.959 andere Sachen fertig gestellt werden müssen (ähm, in echt sind es aber nur 7!). An irgendeiner Stelle hakt es vielleicht gerade, es läuft nicht so, wie ich mir das vorstelle oder es sieht nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt habe, oder, oder, oder! Dann lege ich das erstmal mehr oder weniger ordentlich zur Seite und schneide was Neues an und zu.

Lange Rede, kurzer Sinn: Auf dem Rückweg von unserem letzten Sommerurlaub, den wir in Zell am See/Österreich verbracht haben, wollte ich dringend über den Bodensee zurück fahren; Konstanz, Freiburg, die Städtchen kannten wir noch nicht, eigentlich auch Steckborn/Schweiz wegen Bernina. Bernina hatte leider geschlossen

IMG_1322In Konstanz fand ich diesen tollen hellen gemusterten Stoff, der perfekt für draussen geeignet ist, da er nicht ausbleicht und sich aber trotz Polyester toll anfühlt. Ich habe 16 Kissenbezüge genäht, für die Bank und unsere Korbstühle. Da ich nicht so gern Tischdecken mag, aber immer gern etwas auf dem Tisch liegen habe, einen Läufer oder zum Essen halt Tischsets, habe ich wieder mal Jeanshosen geupcyclet. Schon immer witzig, wenn ich darüber nachdenke: da liegt dann von fast jedem Teil der Familie etwas auf dem Tisch…. 🙂

Es sind allerdings nur 4 Stück geworden, meine Hosenvorräte waren aufgebraucht. Macht aber nichts, Nachschub liegt schon wieder bereit…

Da sie hautpsächlich für den Gartentisch gedacht sind, der ziemlich breit ist und ich mich oft ärgere, dass auf den „normalen“ Sets Essteller, Besteck, Wasser- und Weinglas so gedrängt stehen,  habe ich die Sets  größer gemacht (ca. 47 x 36 cm).

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So gefällt mir das! 🙂

Mach doch auch was!

Liebe Grüße

Ingrid

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Es gibt zwei Leseknochen in unserem Haus, einer gehört dem Ehemann und einer mir. – Und ich kann mir nicht mehr vorstellen, ohne ihn in meinem Bett zu lesen. Wenn man erstmal einen Knochen hat, will man nicht mehr ohne ihn sein….

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich meinen allerersten Leseknochen genäht habe. Die habe ich auch alle verschenkt. Hauptsächlich natürlich an Freunde und Bekannte, die gern lesen (allein der Name ist ja schon passend). Zwei Freundinnen schwärmten mir dermassen von ihren Leseknochen, die sie von mir geschenkt bekommen haben, vor, dass ich mir endlich auch einen gegönnt habe…

Alle Knochen habe ich nach einem kostenlosen Schnitt von Stoffe.de erstellt und mit Watte aus den Kissen vom Möbel-Schweden gestopft.

Dieser hier mit den Autos ist wieder ein Geburtstagsgeschenk für einen Freund, von dem ich weiß, dass er ganz traurig ist, weil seine Frau und sein Sohn bereits einen Knochen haben… Ich freue mich schon auf sein Gesicht morgen Abend! 🙂

 

Mach doch auch was!

 

Liebe Grüße

Ingrid