Der Mystery-Quilt wächst (Part 7 und 8)

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Als ich mich im letzten November entschlossen habe, bei dem Mystery-QAL (Quiltalong), organisiert von Bernina Nähmaschinen und Sugaridoo, mitzumachen, war mir klar, dass ich die Decke nur in 6 Rottönen nähen möchte, anstatt in den Regenbogenfarben, wie vorgeschlagen; der Akzent in gelb stand auch fest. Und ich wollte auf jeden Fall Batikstoffe vernähen.

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Das „Schwierige“ bei einem MysteryQAL ist, dass man nicht weiß, welche Muster auf einen zukommen. Hier kommt noch dazu, dass die Reihen nicht in der numerischen Reihenfolge genäht werden. Das Verteilen der Farben wird dadurch auch etwas schwieriger. Ich habe so aus dem Bauch heraus die Farben die Farben bei den ersten 6 Reihen verteilt. Als dann die 7. Reihe kam, war ich hin und her gerissen; ich musste mich entscheiden, ob ich bei meinen 6 Farben bleibe oder weitere 6 Batikstoffe dazu nehme…🤔

 

Kurz entschlossen fuhr ich wieder ins Lille Stoffhus , um noch mehr von diesen superschönen Batikstoffen von Jacqueline de Jonge zu kaufen. Es hat etwas gedauert (die Frauen, die vor der Tür warten mussten [Corona…🙄], waren recht geduldig), aber die Inhaberin Mara hat sich wieder sehr viel Zeit genommen. Das ist übrigens der Grund, warum ich auf viel lieber direkt in den Geschäften einkaufe anstatt online zu bestellen.

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Man sieht, dass diese zusätzlichen Batiks eher Muster haben oder mehrfarbig sind.

Es gibt unterschiedliche Techniken bei diesem Quilt, diesmal ist es „reverse appliqué“ in der 7. Reihe „Around The Corner“. Diese Technik habe ich bereits einmal ausprobiert und zwar bei meiner Stranddecke aus Jeans . Ich weiß noch, wie verblüfft ich damals war, als ich diese Blume genäht habe, weil sie relativ einfach zu machen ist. Allerdings bin ich bei diesen Halbkreisen fast verzweifelt. Der Grund dafür ist, das sich der Stoff so leicht verzieht, weil es eben nur ein Halbkreis ist; da fehlt einfach die Hälfte an Stoff.

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Irene von Sugaridoo, arbeitet bei dieser Technik mit Teebeutelpapier. Ich wollte dieses nicht extra kaufen, sondern meine vorhandenen Dinge nutzen und habe dafür Reste von Futtertaft benutzt (use what you have 😉). Der ist schön dünn, allerdings etwas flutschig. Es lässt sich fast nicht vermeiden, dass der Stoff sichtbar ist, ich denke aber auch, dass sich dies verspielen wird und kaum noch eine Rolle spielt, wenn er erstmal gequiltet ist.

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Die 8. Reihe „Mowed Lawn“ ist wieder sehr einfach zu nähen. Rechtecke der gewählten Farbe werden geschnitten, unregelmäßig auseinander geschnitten und Streifen wieder eingesetzt. Das ganze mutet dann wie ein gemähter Rasen, vor allen Dingen, wenn man mit grün arbeitet.

Ich habe rosa genutzt, das ist nicht so ganz die Farbe von Rasen; aber die Farbe heißt Leaf Pink und damit habe ich wohl einen Bogen zum Rasen geschlagen…. finde ich 😉

Und das sind alle Reihen nebeneinander:IMG_0224

Leider scheint die Sonne heute nicht so richtig, die Farben leuchten unglaublich auf dem dunklen grau. Wie gefällt es Dir?

Einen schönen Sonntag und

liebe Grüße

Ingrid

 

Auch wenn ich hier viele Namen nenne: Alles ist von mir selbst ausgesucht und bezahlt.

 

 

 

 

MMM – Me Made Mittwoch!

Ha, da bin ich wieder! 🙂

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Da ging jetzt schneller, als gedacht! Nicht nur die selbstgestrickte Jacke sondern auch der nächste Blogpost. Aber ich habe schon so lange nicht mehr beim MMM mitgemacht – die neue gestrickte Jacke sollte jetzt wieder der Einstieg sein.

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Gestrickt habe ich den „Cardigan Gabriels Wharf von Sarah Hatton“ aus der deutschen Ausgabe von The Knitter (45/2020). Ich muss zugeben, ich kannte das „Magazin für kreatives Stricken“ bisher nicht – ich hätte sonst bestimmt schon eher wieder angefangen zu stricken! 😉 Tolle Modelle in der Zeitschrift. Die Anleitung ist leicht und verständlich und was mir besonders gut gefällt, dass es eine Seite für Alternativgarne gibt. Hast Du also DEIN Modell gefunden aber das in der Anleitung verwendete Garn gefällt nicht, findest Du gleich die passende Alternative. Das kannte ich bisher so nicht – aber: ich bin auch kein Strickzeitungsprofi!

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Die Anleitung ist leicht und verständlich. Die Jacke wird von unten nach oben gestrickt, was ich auch vorziehe. Wie auch beim Nähen habe ich die Jacke angepasst, unten mit einer großen Größe angefangen und nach oben kleiner geworden. Die Jacke gefällt mir so gut, dass ich bereits eine 2. angeschlagen habe; ich mache mir gerade nur noch Gedanken, ob ich das gleiche Muster stricke oder mir für das Stück unten ein anderes aussuche.

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Verstrickt habe ich Lana Grossa, Landlust Sommerseide, Farbe 09 (Jeansblau). Mit Nadelstärke 3,5 mit Addi Novel, der Nadel die super geeignet ist für geplagte Rheuma- oder Arthrose-Hände oder einfach nur für Leute, die entkrampft und entspannt stricken möchten. Mit einer „normalen“ Nadel hätte ich den Cardigan mit Nadelstärke 4 gestrickt.

Damit reihe ich mich nun in den Reigen der vielen fleißigen Frauen ein, die sich mit selbstgemachter Kleidung zeigen. Schaut mal rein!

Euch noch einen schönen Abend und bleibt gesund!

Liebe Grüße

Ingrid

Die genannten Produkte habe ich selbst ausgesucht und bezahlt. „Werbung“ aus Überzeugung.

Asche auf mein Haupt…

… ich habe mich seit 6 Monaten hier nicht mehr sehen lassen! Aber, was soll ich sagen, das Leben hat mich „in echt“ gefordert. Und dann war es immer leichter, „mal schnell“ was auf Instagram zu posten. So ein wenig habe ich doch geschafft in der ganzen Zeit und da möchte ich Euch doch auf dem Laufenden halten.

IMG_2044Entstanden ist ein Ninjakleid aus einem kuscheligen LeoSwet, gekauft in einem Stoffgeschäft in Jever; dort war ich noch in November zum Nähcamp der Deutschen Jugendherbergen (kann ich sehr empfehlen!) Entschuldige das Spiegelselfie, ich bin immer noch nicht dazu gekommen, es mal richtig fotografieren zu. Ich habe es im Winter fast jedes Wochenende getragen, es ist sozusagen mein Jogginganzug.

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Im November hat auch der Mystery-QAL (Quiltalong)  organisiert von Sugaridoo und Bernina begonnen. Irene von Sugaridoo hat diesen Row-by-Row-Quilt entworfen, jeden Monat stellt sie eine neue Reihe mit einem neuen Block vor und erklärt genau in einem Video auf englisch, wie die verschiedenen Blöcke genäht werden. Auf dem Bernina-Blog gibt es eine schriftliche Anleitung auf deutsch. Schau mal rein; ich bin der Meinung, dass er auch für Anfänger geeignet ist. Und auch hier von mir totale Begeisterung!

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Es ist gar nicht so einfach, sich die richtigen Farben/Muster für einen Quilt auszusuchen; fällt das Ganze dann doch vollkommen anders aus, als man denkt. Als ich das Ankündigungsvideo von Sugaridoo gesehen habe, wusste ich nicht nur, dass ich mitmachen möchte sondern auch, dass ich Batikstoffe in Rottönen nehmen möchte und der Akzent gelb sein soll. Aber der Hintergrundstoff? Da war ich froh, dass ich in einem Laden stehen konnte und die verscheidenen Farben an verschiedene Hintergrundstoffe halten konnte. Für mich definitiv eine klare Entscheidung für einen lokalen Einkauf in einem Geschäft anstatt Online!

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Vom Restetisch eines Kaufhauses in Hamburg habe ich eine Stück Viskose mitgenommen; ich hatte eigentlich nur einen Loop vogesehen, so als Farbtupfer bei meiner schwarzen Kleidung. Dann erschien das Schnittmuster „Frau Dana“ von Studio Schnittreif – gesehen, gekauft, genäht aus der Resteviskose… Genäht habe ich dann gleich drei Stück, leider habe ich eine beim Waschen versaut.

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Bei beiden Blusenshirts habe ich Jersey-Schrägband für die Ausschnitte benutzt, der Leo hat noch schwarze Bündchen erhalten, bei dem 70er-Jahre-Modell (der Stoff, auch Viskose, ist so ein wenig Retro), habe ich die Ärmel so gelassen. Ich bin begeistert von dem Schnitt!

Gestrickt habe ich auch wieder. Tatsächlich sind zwei Jacken fertig geworden. Eine Anleitung komplett auf englisch! und das erste Mal einen Raglan von oben gestrickt. Da habe ich mir selbst ein wenig auf die Schulter geklopft! 🙂 Oben siehst Du den Nile-Cardigan von Isabelle Kraemer und unten eine Jacke aus der Zeitschrift “ The Knitter“: Cardigan Gabriels Wharf. The Knitter gibt es auf deutsch. Hier habe ich wieder von unten nach oben gestrickt, ich muss sagen, dass mir das tatsächlich besser gefällt. Ich habe diese Jacke auch von der Größe besser angepasst und habe über 2 Größen gestrickt. So nähe ich auch immer (wie übrigens fast alle Frauen): unten immer eine Größe größer als oben).

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Perfekt ist sie immer noch nicht, beim nächsten Mal wird es noch besser passen. hHier vorerst ein Foto ungespannt liegend, ein Tragebild folgt noch.

Der „Bakerstwine“-Virus hat mich dann auch erwischt; letztes Jahr kam frau auf Instagram an den Topflappen nicht vorbei; ich habe erst dieses Jahr damit angefangen. Sie sehen klasse aus und der Göttergatte hat sie ebenfalls für gut befunden! Die Anleitung dafür ist von Catharina Duden.IMG_0117

Zwischendurch sind ein paar kleinere Projekte entstanden, Projektbeutel für Strickprojekte, wie den Kyoto-Reisbeutel von Sew Simple. Ich mag den Schnitt, weil er ganz einfach zu nähen ist und es verschiedene Größen gibt.

Ein kleines Umhängetäschchen aus einer alten Jeanshose, aufgepimpt mit einem silber glitzernden Geschenkband, einem uralten Aufnäher. Das Schulterband besteht aus zwei Schlüsselbändern, die ich zusammengenäht, mit Jeansstoff umnäht und mit einem Zierstich bestickt habe. Der Schnitt heißt Die andere Tasche von Mein Anderes Ich und auf dem Berninablog sogar kostenfrei runterzuladen.

Hälst Du noch ein wenig durch? 😉

Ich habe mich auch an einer neuen Technik versucht: Nähen auf Kassenbons. Ja, du hast richtig gelesen. Nähen auf Papier oder FFP (Foundation Paper Piecing) habe ich mittlerweile schon öfter gemacht. Durch einen Zufall bin ich an mehrere Rollen Kassenbonpapier gekommen. Du nähst Reste auf diese Rollen und hast dadurch den Vorteil, dass Du schnurgerade Reihen nähen kannst. Stoff verzieht sich gern mal.

Stoffreste werden auf das Papier genäht, immer wieder die Nähte bügeln oder mit den Fingernägeln glätten; überstehenden Stoff abschneiden. Ich habe dann diesen Streifen auch noch einmal zerschnitten und wieder neu zusammengesetzt. So ist einer meiner geliebten Mugrugs entstanden. Gleichzeitig konnte ich wieder das Quilten mit meinen Rulern üben.

Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, dass der Papierstreifen mit den Stoffresten eines Quilttops benäht wird und auf der Rückseite eines Quilts in Streifen genutzt wird.

Zusätzlich habe ich natürlich auch Mund-Nasen-Schutze genäht, daran ist wohl in diesen Zeiten niemand mit einer Nähmaschine vorbeigekommen. Aber, so wichtig ich auch finde, dass diese getragen werden, möchte ich sie doch nicht hier zeigen.

Ich freue mich, dass Du bis hierher durchgehalten hast ! 🙂 Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße und bleib gesund

Ingrid

 

Auch wenn ich hier viele Namen nenne: Alles ist von mir selbst ausgesucht und bezahlt.

 

 

 

Huch, schon November…..

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Geburtstagsgeschenkkissen

… dann ist meine Sommerpause jetzt auch definitiv vorbei! Der letzte Post ist von Anfang Juni, ich habe zwar ein wenig genäht und gestrickt, aber es ist irgendwie nichts richtiges bei rausgekommen; ich habe eher UFo’s (UnFertige Objekte) produziert, die Lust war nicht so richtig da.  Aber so langsam kommt er wieder, mein Nähflow. Und das liegt hauptsächlich an dem bevorstehenden Nähwochenende in Jever. Nächsten Freitag ist es soweit. Es wird kein „jahreszeitlich korrektes“ nähen sein: Stoff und Schnitt für eine Softshelljacke liegen hier schon seit April bereit; ein bereits angefangenes Kalle-Shirt und ein Sweatshirtkleid habe ich mir vorgenommen. Mal schauen… 😉

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So, nun aber zu meinem neuen Quilt! Ja, tatsächlich! So sieht das Original Schnittmuster für einen quadratischen Quilt aus. Ich habe ihn in Angela Walters „The Midnight Quiltshow“ entdeckt und mich haben sofort die Farben begeistert. So typisch amerikanische Bonbonfarben.

Ich hatte die fertige Blöcke ausgelegt (2 waren über), ich hatte nicht daran gedacht, dass dieser Quilt quadratisch ist und die Größe 60 x 60 inch (xa. 1,50 x 1,50) ist ein blödes Mass, wie ich finde, das war das eine, aber dem besten Ehemann von allen gefiel das Muster nicht:

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dann ging alles ganz schnell, er dreht die Blöcke um, verschob sie und das Ganze sah so aus:

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… es fehlte noch eine Reihe, um aus dem Quadrat ein Rechteck zu machen; also habe ich aus den letzten Resten der Jelly Roll noch 4 weitere Blöcke zusammengesetzt

und damit war eine weitere Reihe voll

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Das neue Layout stand und ich habe die Blöcke zum Top zusammengenäht. Das war im August. Ich wollte für den Winter eine warme farbenfrohe Decke zuhause haben und habe mich für ein Schurwollbatting entschieden. Die Rückseite ist fröhlich gelb geworden. Ich mag die amerikanische Tradition (ich gehe jedenfalls davon aus, dass es tatsächlich so ist), den Quilt zu „beschriften“, also für wen oder von wem er ist oder zu welchem Anlass usw. Ich habe dies hier nicht in Form eines Schilds gemacht, sondern meine Bernina quer über die Mittelnaht der Rückseite, gleich mit einem Pflegehinweis versehen, sticken lassen.

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Im August ist das Top bereits fertig geworden und auf die Frage „Wie quilte ich diesen Quilt?“ habe ich ganz lange keine Antwort gehabt. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr selber quilten, hatte mir nach dem letzten Mal geschworen, dass ich das nicht noch einmal mache – aber irgendwie hatte mich wieder der Ehrgeiz gepackt. Ich habe viele Videos im www geschaut (meine Ruler wollte ich auf jeden Fall benutzen) ich habe Bücher gewälzt, mit vielen Quiltern gesprochen und geschrieben – und kam zu keinem wirklichen Ehrgebnis.

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Da fiel mir ein, dass noch einen Gutschein fürs Hamburger Nähmaschinenhaus hatte und diesen habe ich bei dem Fachmann fürs Thema Quilten eingelöst. Ich habe sofort mein Top eingepackt und Dennis Stüber gezeigt. Mittlerweile war ich nicht mehr so überzeugt vom Layout, weil das Ganze nun sehr weiß wirkte (ehrlich gesagt war ich auch am überlegen, ob ich das Top wieder auftrenne und das Originalmuster zusammennähe). Wie aus der Pistole geschossen sagte Herr Stüber gleich, dass da nur eine Wellenlinie durch die weißen Strecken muss und das ganze dann schon gleich nicht mehr so weiß wirkt. Er hat mir noch Garn empfohlen und ich habe mich für ein Stickgarn von Madeira entschieden. Vier unterschiedliche Garne, davon drei Verlaufsgarne.

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Diesen Quilt wollte ich gern kuschelig haben. Ich mag die Free Motion Quiltings von Angela Walters und finde sie auch toll, aber ihre Quiltings sind so eng, dass die ganze Decke ihre Kuschelfaktor verlieren würde. So habe ich mich gerade für die Menge Quilt-Nähte entschieden, die nötig sind lt. Batting-Hersteller, damit die Wolle nicht verrutscht. Trotzdem habe ich etwas ängstlich vor der Waschmaschine gesessen, als alles fertig genäht war! Aber es hat alles gehalten, auch die vernähten Fäden…danke Herr Stüber! 🙂

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So sieht das gute Stück nun von vorn aus! Ich habe sehr viele (Quiltnähte) getrennt, dadurch vieles doppelt gearbeitet, sehr viel Zeit investiert und wie ein Kesselflicker geflucht! Aber: ich finde, es hat sich gelohnt! Oder? Sie ist wunderbar warm und kuschelig und somit genau so, wie ich es mir vorgestellt habe.

Habt noch einen schönen Sonntag,

liebe Grüße

Ingrid

Quilt Kit von ehemals Craftsy, jetzt Bluprint: Arrows Vavavibrant von K. Jakelwicz; Batting von Quilters Dream, 100% Wolle; Quiltgarn Madeira Decora

Das Kissen ist ein Upcycling aus einer Jeanshose und Stoffresten. Die schönen Wellen sind mit meiner Bernina B740 und dem Madeira Decora Garn gestickt, die Fahne und die Sonne freihand.

Auch wenn ich hier viele Namen nenne: Alles ist von mir selbst ausgesucht und bezahlt.

 

 

No more working in progress! Finished!

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Hach, ich finde ihn total schön! Wie schon beschrieben hier und hier besteht (fast ) der ganze Quilt aus Stoffresten oder ausrangierter Bettwäsche und ich erinnere mich an jedes Stück Stoff, was ich da vernäht habe.

 

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Die Rückseite ist ein neu gekaufter Stoff, den ich eigentlich als grau für einen anderen Quilt (den ich noch nicht in Arbeit habe) gekauft und gedacht hatte. Leider hat sich der Stoff zuhause irgendwie eher als grün als grau herausgestellt; so passt er aber hervorragend zu diesem bunten Einzelstück!

IMG_3632Der weiße Rand ist aus einer uralten Bettwäsche zugeschnitten, der äußere Rand ist ebenfalls von ausrangierter Bettwäsche. Leider ist hier auch zu sehen, dass ich es nicht hinbekommen habe, die Fadenspannung so einzustellen, daß der helle Oberfaden auf der Rückseite nicht zu sehen ist. An der Unterfadenspannung wollte ich nicht herum experimentieren.

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Nicht nur dass ich meine Restekiste sehr geleert habe, ich habe an dem Quilt das Quilten geübt, wollte probieren, wie FMQ (Free Motion Quilting) oder Rulerquilting (quilten mit Linealen) funktioniert. Aufgrund des absolut bunten Tops und des dünnen Battings fallen die unterschiedlichen Muster nicht so auf, sie sind aber sehr gut auf der Rückseite zu sehen:

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Ich bin mir nicht sicher, ob ich noch einmal so einen großen Quilt selbst quilten würde, trotz des großen Durchlasses meiner Nähmaschine und des dünnen Battings ist es doch ein großes Stück Arbeit, den Quilt zu bewegen. Vielleicht werde ich bei meinem nächsten Quilt einen Quiltservice in Anspruch nehmen und das Muster ganz genau besprechen. Aber das werde ich mir überlegen, wenn es so weit ist! 🙂

 

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(Ich stehe auf der 3. Stufe einer Treppe…)

So, jetzt werde ich mich in meinen Quilt einkuscheln und den Abend darin genießen!

Liebe Grüße

Ingrid

 

 

Strickprojektbeutel „Didi“

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Diese wunderschönen maritimen Stoffe habe ich bereits vor ca. einen halben Jahr bei Ariane B. in Lübeck gekauft. Besonders der Stoff mit den Badehäuschen hat mir so super gefallen, dass der dringend einen besonden Platz brauchte. Da kam dann dieser Projektbeutel Didi von machwerk gerade richtig.

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Da ich ja wieder stricke (wenn meine Hände mitspielen 😉 )brauche ich natürlich dringend einen Beutel, in dem ich mein Strickzeug, auch wenn es etwas größer wird, verstauen und mitnehmen kann.

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Das besondere an dem Beutel ist, dass durch das spezielle Zugsystem der Innenbeutel oder das Innenfach gleichzeitig mit dem Aussenbeutel verschlossen wird.  Und das Ganze dient noch einem guten Zweck, die Hälfte des Verkaufserlöses wird gespendet. Schau Dir das selbst bei Martina von Machwerk an. Eine tolle Idee, wie ich finde

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Ein Hosenbein einer alten Jeans vom Gatten ist auch wieder mit verarbeitet… In jederlei Hinsicht Stoffabbau! 🙂

Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag,

bis bald und liebe Grüße

Ingrid

 

 

 

Schnieke Wiebke

IMG_0924Beim Nähwochenende in Scharbeutz haben drei Frauen den Blazer Schnieke Wiebke von Echt Knorke genäht und zwei Frauen hatten ihn an. Endlich mal die Möglichkeit, den Blazer live zu sehen und ihn anzuprobieren! Bisher hatte ich ihn im www verfolgt, mich allerdings gescheut ihn zu kaufen; warum kann ich gar nicht so richtig sagen.

IMG_0833Der Blazer wird aus elastischen Stoffen genäht und mit offenen Kanten verarbeitet. Es gibt zwar ein Revers aber keinen Kragen. Dieser wird durch ein Bündchen ersetzt. Super kann man dafür die Bündchenware nutzen; die gibt es im Augenblick ja in allen möglich Variationen und vor allen Dingen mit viel Glitzer… 🙂

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Die erste Wiebke habe ich in einen wunderbaren Doubleface von Hilco genäht, dieser lag bereits schon ein wenig in meinem Schrank und hat auf den richtigen Schnitt gewartet. Genäht habe ich diese Wiebke in Gr. 46. Er ist einfach sehr bequem und ein super schönes Basicteil.

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Die zweite Wiebke wollte ich dringend in dunkelblau mit Glitzerbündchen haben! Weil mir die erste etwas zu groß vorkam, habe ich die Zweite in Größe 44 genäht. da ist si allerdings etwas knapp.

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Und hier kommt mein schönes Glitzerbündchen….

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Da es etwas zu schmal war, es fehlten 2 cm, konnte ich das Ganze innen nicht im Schatten der Naht annähen, ich habe es mit der Hand an der Nahzugabe des Rückenteils festgenäht.

So, mit diesen schönen Teilen werde ich gleich mal beim Me Made Mittwoch vorbeischauen; ich war schon lange nicht mehr dabei!

Liebe Grüße

Ingrid

Stoffe und Schnittmuster selbst ausgesucht und bezahlt.

Verlinkt mit MMM

 

 

Nähwochenende Ostsee

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Das erste Mal war ich beim Nähwochenende an der Ostsee mit dabei. Kurzfristig wurde ein Platz frei und ich habe sofort zugeschlagen. Und es hat, wie eigentlich auch erwartet, riesigen Spaß gemacht! Nur knapp 60 km entfernt, konnte ich meine zu Hause abgebauten Maschinen innerhalb einer 1 Stunde wieder aufbauen und eigentlich gleich loslegen.

Für mich sollte es ein Blusennähwochenende werden. Ich wollte mir dringend noch eine weitere Kimonobluse (klick) nähen und habe dafür im örtlichen Stoffhandel eine fein weiß-rosa gestreifte Baumwolle gekauft.

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Leider schien die Sonne heute gar nicht bei uns und es war sehr kalt in dem dünnen Stöffchen; ich freue mich aber, sie bei schönem warmen Wetter zu tragen!

Die 2. Bluse ist eine aus der Burda Nr. 4 von diesem Jahr und in die ich sofort schockverliebt war. Blusen finde ich ziemlich anspruchsvoll und traue mich oft nicht so richtig ran (das Knopflochtrauma…!) bei einem Nähtreffen kann man sehr gut vom „Schwarmwissen“ profitieren und sich dann an solche Projekte trauen.

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Ist der Rücken nicht ein Knaller? Diese riesengroße Falte hatte es mir angetan. Meine Wahl ist ein Baumwollstoff, der wie ein klassischer Hemdenstoff aussieht, aber irgendwie dicker ist.

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… bei diesen tollen Knopflöchern, die meine Bernina macht, brauche ich eigentlich kein Trauma mehr zu haben.

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Mir gefällt das Ergebnis sehr, auch wenn ich mir manchmal nicht sicher bin, ob es eher einer Umstandbluse gleicht. Die tollen eckigen Knöpfe sind von einem aussortierten Hemd des GöGa (Göttergatten).

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Dafür, dass es meine ersten Manschetten sind, sind sie mir ganz gut gelungen. Die Knopflöcher hätten allerdings dichter dan den Rand gemusst. Die Knöpfe sind daher sehr dicht am unteren Manschettenrand platziert.

 

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Verändert habe ich an der Bluse nichts. Wenn ich mir die Fotos jetzt so anschaue, könnten die Ärmel etwas kürzer sein, das ist aber auch alles. Obwohl: unter der Passe muss ich besser bügeln…. 🙂

Noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße

Ingrid

 

Stoffe, Zeitunge und Schnittmuster slebst ausgesucht und gekauft.

 

 

 

Working in progress… 2

Es kann weiter gehen mit meinem Scrappy-Quilt! Den Anfang kannst du hier lesen.

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Der große Anschiebetisch ist rechtzeitig gekommen, die Quilt-Handschuhe, die ich vergessen hatte zu bestellen, wurden mir netterweise portofrei nachgeliefert, das „Ruler Kit for Sit-Down Models“ von Bernina (ein Geburtstagsgeschenk des bEva*) griffbereit. Ich bekam letztes Jahr von Blu Print (ehemals Craftsy) aus den USA zu einer Bestellung ein Garn geschenkt, ich würde zu der Farbe „helles Kamel“ sagen. Ich habe es jetzt für die Oberseite genutzt, weil ich überhaupt nicht gewusst habe, welches Garn sich wirklich eignet und welche Farbe ich überhaupt nehmen sollte. Da die Rückseite anthrazit/schwarz ist, wollte ich hinten auf jeden Fall schwarzes Garn haben. Irgendwie habe ich aber immer noch nicht die richtige Einstellung für die NähMa gefunden, denn das schwarze Garn ist öfter vorn zu sehen.

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Voller Elan legte ich los, den verstellbaren Rulerfuss Nr. 72 an der Maschine, ein Mini-Circle auf dem Quilt und verschieden große Kreise auf dem Quilt vor Augen … und MIST! Fadenspannung falsch (auf dem Teststück sah das besser aus), Stiche völlig unregelmäßig und ein Kreis sieht anders aus… 😦

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Ok, Kreis ist vielleicht aus erstmal ein wenig schwierig; Mini Straight Line Tool (gerades Lineal), einen einfachen Stern im Kopf… Lineal weggerutscht, die Spitze auf der linken Seite zu kurz …

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Beim nächsten Stern zum falschen Punkt genäht…. 😦

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Ich will Dich nicht langweilen… es ging so weiter. Ok, dachte ich, dann arbeite ich halt nicht mit Rulern, ich mäandere den ganze Quilt. Wozu habe ich mir diesen wunderbaren BSR-Fuß gekauft, der Stichregulator, der hilft, daß die Stiche gleichmäßig groß werden?

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Beim Mäandern muss man nur darauf achten, dass sich die Linien nicht überschneiden… (das hat zwar auch nicht immer geklappt, aber das lasse ich jetzt mal beiseite). Aber die Stiche sind mal schön gleichmäßig! 🙂 Ich bin völlig frustriert ins Bett gegangen und habe meinem Mann geschworen, dass ich nie wieder einen Quilt quilten werde und in Zukunft von Menschen quilten lasse, die sich damit auskennen! Basta.

Den nächsten Tag verbrachte mit Rob Appell in meinem Mädchenzimmer, sorry, natürlich nur Online mit seinen Free Motion Quilting Tutorials bei „Man Sewing“ (mittlerweile gehört er nicht mehr zum Team und es gibt auch keine neuen Anleitungen mehr auf Man Sewing); er hat es ziemlich gut erklärt. Gelernt hat er, wenn ich das richtig verstanden habe, sehr viel von Angela Walter (Midnight Quilt Show), er hat auch immer wieder auf sie verwiesen. Es gab zwei wesentlich Aussagen: 1. Deine ganze Aufmerksamkeit gilt nur dem Abschnitt, den Du jetzt bearbeitest und 2. Du kannst nur quilten, wenn Du mental bereit bist, da schon eine gewisse Konzentration von Nöten ist.

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Tadaa! 🙂 Das sieht schon ein wenig anders aus, oder? Die Linien sind im rechten Teil nicht wirklich gerade geworden (Free Motion, also ohne Lineal), aber ich bin megastolz! Ich habe einfach seine Linien , die er im Tutorial vorgenäht hat, nachgemacht. Er empfiehlt, die Linien auf Papier mit dem Stift vorzuzeichnen ohne den Stift abzusetzen, damit das Gehirn und die Hand die Bewegung verinnerlicht. Hmm, ein bißchen hilfts.

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Inzwischen bin ich froh, dass ich dran geblieben bin und nicht ein neues UFO (unfertiges Objekt) produziert habe. Es sind noch genügend Blöcke zu quilten. Bleib also dran:

Fortsetzung folgt! 🙂

Liebe Grüße

Ingrid

 

*bEva: bester Ehemann von allen

Working in progress….

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Nun haben wir bereits den 03. März; krankheitsbedingt habe ich leider nicht viel geschafft. Und wie Du merkst, bin ich auch nicht dazu gekommen das Wenige was ich erstellt habe, zu verbloggen. Auf Instagram habe ich wenigstens etwas zeigen können, aber das geht ja auch immer etwas schneller…😉

Ich möchte Dich gern an meinem aktuellen Projekt teilnehmen lassen, weil es schon ziemlich neu für mich ist und ich ein wenig aufgeregt bin… Aber erstmal zu dem, was ich geschafft habe!

Mugrug maritim

Im Februar habe ich mit einer lieben Freundin getroffen; wir haben uns Jahre nicht gesehen und hatten viel zu erzählen. Ich lebe ja nicht weit von der Ostsee entfernt und auch sie zieht es immer wieder an das Meer, mein Mitbringsel war somit natürlich sehr maritim. Mugrugs liebe ich persönlich sehr! Ich habe immer welche im Einsatz: auf dem Wohnzimmertisch (Glas!), in der Küche und natürlich auf meinem Nähtisch. Hier eine kleine Auswahl:

Mugrug Lovenote (von Ellis & Higgs)
LoveNote (Schnittmuster von Ellis & Higgs)

Mugrug crazy Patchwork
Crazy Patchwork

Mugrug Digital
Digital

Grüne Sonne

Mugrugs eignen sich super für Reste, kleine Stoffschätzchen und Quiltversuche, Anwendung von Zierstichen, Applikationen usw., usw. und sind ein schönes Mitbringsel. Ich mag am liebsten die einfachen Varianten jeweils aus 8 x 2,5 inch Quadraten, habe aber auch schon andere Dinge versucht.

Für neuen Familienzuwachs (nein, keine Enkelkinder… ) eine Wendewickeljacke mit Pumphose; hier kam mal wieder ein SM von Pattydoo zum Einsatz. Diesmal ist es Pippa für Babies. Ich habe in Größe 86 genäht (mir fällt gerade ein, dass ich die Köpfe immer noch nicht angenäht habe; werde ich heute noch erledigen!). Der kleine Babyjunge ist im Januar zur Welt gekommen und wir übergeben das Geschenk im Mai (daher auch die größere Größe) anlässlich einer großen Familienfeier zu einem 80. Geburtstag .

Mein großes Projekt, wie Du sicher schon am 1. Foto gesehen und geahnt hast, ist ein Quilt. Ich habe bereits einen Quilt für den Gatten zum Geburtstag 2017 genäht. Damals habe ich noch gar nicht gebloggt, der beste Ehemann von allen hat sich sehr darüber gefreut. Ich hatte seinerzeit eine Jelly Roll in den USA bestellt und diese nach einem amerikanischen SM zugeschnitten. Leider hatte ich bereits beim Zuschneiden Fehler gemacht und das Muster ist anders ausgefallen, als es sollte und das Ganze hätte auch größer sein können.

Im Netz habe ich viel Scrappy (Reste)- Quilts gesehen und die Idee gefällt mir ausserordentlich gut. Meine Restekiste war sowieso zum Bersten gefüllt und ich habe einfach angefangen, diese Reste zu schneiden, zusammenzunähen und diese Stücke dann wieder in 6×6 inches (15×15 cm) große Quadrate zu schneiden.

Besondere Stücke habe ich so groß wie möglich gelassen oder angepasst.

Alle Stücke haben mich an etwas erinnert: meine erste Nähwoche auf Sylt, die Nähtage bei Ellen in Heidelberg, Dinge, die ich für meine Kinder, meine Mutter und viele andere genäht habe. Alles wird in diesem Quilt vereint und man sieht ihn und erinnert sich… Das liebe ich einfach an diesen Upcycling -Projekten.

Im nächsten Teil geht es ans Quilten. Da bin tatsächlich ein wenig aufgeregt, denn ich möchte gern das ein oder Muster quilten. Daher möchte ich mich am Quilten mit Rulern versuchen und habe mir überlegt, dass dieser Quilt dafür ein schönes Übungsstück sein kann. Ich warte noch auf den größeren Anschiebetisch für meine NäMa; bestellt ist er schon.

Ausserdem habe ich den Bernina BSR (Stichregulator)- Nähfuss zu einem sehr guten Preis erwerben können, damit werde ich mich auch noch an diesem Quilt austoben.

Aber dazu mehr im nächsten Teil! 🙂

Jezt erstmal einen schönen Sonntag und

liebe Grüße

Ingrid

Schnittmuster und Stoffe für den „Loveletter“-Mugrug sowie das Pattydoo-Babyset selbst ausgesucht und bezahlt. Ansonsten wurden Reste und alte Bekleidung/Bettwäsche  benutzt.